Pfadfinderlager auf dem 98. Katholikentag 2012 in Mannheim

Bild: Oliver Rothardt

Das Pfadfinderlager auf dem 98. Katholikentag wurde gemeinsam von der PSG (Pfadfinderinnenschaft St. Georg) und der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg) veranstaltet. Insgesamt nutzen ca. 130 Teilnehmer (nicht nur Pfadfinder) das Angebot. 20 Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Lagers.


Meine Anreise zum Katholikentag nach Mannheim erfolgte klimaschonend mit der Bahn. Was problemlos klappte, da die Züge pünktlich waren. Am Bahnhof war schon überall „Katholikentags-Stimmung“ zu spüren. Mit der Straßenbahn, für ein „Landei“ schon eine Herausforderung, ging es dann Richtung  Neckarplatt zum Pfadi-Zeltlager. Am Eingang wurden die Teilnehmer und Mitarbeiter mit Mannheimer Spezialtäten begrüßt. Der Großteil des Lagers war dank der DPSG-Stämme aus Mannheim und Umgebung bereits zum großen Teil aufgebaut, so dass nur noch ein paar Zelte nachgespannt und Verschönerungen, wie z.B. Lichterketten angebracht werden mussten. Nachdem der abendliche Regenschauer überstanden war, klang der Abend mit Gesang und Gesprächen am Lagerfeuer bis spät in die Nacht aus.

Bild: Jürgen Maier-Wolf

Pfadfinderangebote auf dem Katholikentag

Im Mannheimer Stadtteil Jungbusch war das „Zentrum Jugend“ des Katholikentags untergebracht. Dort präsentierten sich alle katholischen Jugendverbände mit abwechslungsreichen Angeboten. Außerhalb der „Katholikentagsinseln“ war aber nicht viel vom Katholikentag zu spüren.

Die DPSG war mit der roten „Global Spirit“ Jurte vertreten. Hier gab es auch die Möglichkeit, Mitglieder der Bundesleitung der DPSG und der PSG zu treffen.Am Stand der PSG konnten die Besucher ein internationales Quiz lösen, eine „Affenfaust“ knüpfen oder sich selbst ein Stockbrot backen.

Bild: Oliver Rothardt

Bild: Jürgen Maier-Wolf

 

Täglich gab es in der Krypta der Jugendkirche Samuel spirituelle Impulse zum “Friedenslicht aus Bethelhem” die gemeinsam von PSG und DPSG angeboten wurden. Dabei betonte der Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die Wichtigkeit dieser bundesweiten ökumenischen Friedensaktion.

Ca. 500 Gläubige, nicht nur Pfadfinderinnen und Pfadfinder, kamen am Freitagmittag zur gemeinsamen Eucharistiefeier, die unter dem Motto Vision (im)possible stand, zusammen. Der Gottesdienst wurde gemeinsam von PSG-Bundeskuratin Martina Struckmann und DPSG-Diözesankurat Reinhardt Fritz gestaltet. Es war ein sehr schöner und stimmungsvoller Gottesdienst.

Bild: Oliver RothardtBild: Jürgen Maier-Wolf

Am Freitagabend fand der „Georgsempfang“ im Pfadi-Camp statt, der von der Bundesvorsitzenden der DPSG, Kerstin Fuchs, und der Bundeskuratin der PSG, Martina Struckmann, eröffnet wurde. Es waren viele „Freunde und Förderer“ aber auch etliche andere Pfadfindergäste gekommen und so fand ein reger Austausch zwischen jüngeren und älteren Pfadfindern statt. Wie fast jeden Abend veranlasste uns ein Gewitter, unter die Jurtendächer zu flüchten. Glücklicherweise hörten die Regenschauer gegen später an den Abenden auf, so dass man, wie jeden Abend, am Lagerfeuer sitzen konnte, sich unterhalten oder neue Lieder, hauptsächlich aus dem tollen PSG-Liederbuch, kennen lernen.

Bild: Oliver RothardtBild: Oliver Rothardt

Sonstiges Programm

Das Programm war sehr vielfältig, Musikgruppen in verschiedensten Stilrichtungen, Mitmachangebote, Theater, Diskussionsrunde oder Infostände. Leider waren etliche Angebote überfüllt und die Wege zwischen den Angeboten teilweise sehr lang, da sie auf die ganze Stadt verteilt waren. Daher war es schwierig ein Alternativangebot wahrzunehmen, wenn das Wunschangebot ausgebucht war. Ein abendliches Highlight für mich war sicher der Besuch des dritten Teils der Oratorien-Trilogie REDE UND ANTWORT von Gregor Linßen, „Petrus und der Hahn“ (siehe STORIFY). Schade dass ich die ersten beiden Teile nicht besuchen konnte.

Bild: Jürgen Maier-Wolf

Das Lagerleben

Jeden Morgen weckte Louis das Lager mit Gitarrenspiel und Gesang, so startet man doch gut gelaunt in den Tag. Das „öko-faire“ Frühstück wurde vom Frühstücksteam serviert. Auch gab es morgens immer einen sehr schönen spirituellen Impuls. In der morgendlichen Team-Besprechung wurden dann die Aufgaben für den Tag verteilt.

Bild: Oliver RothardtBild: Jürgen Maier-Wolf

Am Ende des Lagers und des Katholikentages war es, wie fast immer bei Ereignissen dieser Art, als ob man schon eine ewige Zeit miteinander verbracht hätte, dabei waren es doch nur 5 Tage, die wie im Flug vergingen. Alle Camp-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren der Meinung, dass es in Zukunft gerne wieder gemeinsame Aktionen der PSG und der DPSG geben kann. Zum Abschied wurden die zwei Abschiedslieder „Nehmt Abschied Brüder“ und „Nun wolln wir auseinandergehen“ gesungen. Die Heimreise gestaltete sich etwas schwieriger, da der Weg vom Neckarplatt bis zu Bahnhof mit der Straßenbahn doch länger dauerte als wir erwartet hatten, da es ja Sonntag war und die Bahnen nicht so häufig fuhren. Eigentlich wäre der ICE Richtung Stuttgart schon weg gewesen, aber er hatte Verspätung.  Mit einer Stunde Verspätung aber mit vielen tollen Erlebnissen und Eindrücken kam ich am Sonntagabend wieder zuhause an.

Bild: Oliver Rothardt

Storify

Eine Sammlung von weiteren Eindrücken vom Katholikentag habe ich in einem STORIFY zusammen gestellt.

http://storify.com/dpsgSigmaringen/katholikentag-2012